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Die Geschichte der Sektion Meran

Die Sektion in der Passerstadt Meran wurde am 21. August 1967 gegründet. Die Initiatoren Rino Castellazzi, Alois Schrott, Guido Carli, Roberto Zanon und Johann Detomaso senior erkannten schon früh, wie wichtig es ist, gerade in einer Kurstadt und Hochburg des Tourismus einen gut funktionierenden Rettungsdienst aufzubauen.
Anfänglich war die Sektion Meran in einer kleinen Behausung an der Meraner Meinhardstraße untergebracht. Notdürftig versuchte man sich damals auf engstem Raum zu organisieren. Telefonzentrale, Schlafmöglichkeiten und Aufenthaltsraum waren in einem einzigen Lokal untergebracht.
Damals reichte das Einzugsgebiet des Weißen Kreuzes Meran von Gargazon im Etschtal bis nach Kastelbell/Tschars im Vinschgau und umfasste auch das Passeiertal, Ultental und Schnalstal sowie alle umliegenden Gemeinden. Somit kam es oftmals zu sehr langen Anfahrtszeiten und die Einsätze dauerten oft mehrere Stunden.
Im Sommer 1979 zog die aus allen Nähten platzende Sektion an die Meraner Gampenstraße um. Dies sollte zum damaligen Zeitpunkt nur eine vorübergehende Lösung sein, da sich die neuen Räumlichkeiten in einem Wohngebäude befanden.
Nachdem im Passeiertal, im Ultental sowie in Lana und Naturns eigene Sektionen entstanden waren, wurde Meran zum Zentrum für Logistik und Kommunikation. Nach der Vereinheitlichung der Notrufnummern beherbergte der Sektionssitz auch die Bezirkszentrale für Krankentransporte, in der alle Transporte im Bezirk Burggrafenamt-Vinschgau koordiniert wurden. Vieles hat sich in all den Jahren verändert: Fuhrpark und technische Ausrüstung wurden immer wieder ausgetauscht und den neuesten Bedürfnissen angepasst. Dies war nur dank der zahlreichen Spenden aus der Bevölkerung sowie mit Beiträgen der Gemeindeverwaltungen und lokalen Raiffeisenkassen möglich.
Am 24. November 2014 war es endlich soweit: Nach über 30 Jahren Wartezeit in einer Notunterkunft wurde mit dem Bau des heutigen Sektionssitzes beim Krankenhaus Franz Tappeiner begonnen.
Besondere Einsätze in der Vereinsgeschichte
1996 kam es in Meran zu einer Serie von Morden, die Ferdinand Gamper zugeschrieben wurden. Die Mordopfer wurden auf kaltblütige Art und Weise erschossen. Nicht nur die außergewöhnlichen Verletzungsmuster, sondern auch der Umgang mit der aufkommenden Angst und die Befürchtung, selbst Opfer zu werden, waren eine große Herausforderung für die Helfer des Weißen Kreuzes Meran. Der damalige Bürgermeister von Meran, Franz Alber, empfahl sogar eine Ausgangssperre.
Am 1. März 1996 kam es dann zum blutigen Ende der Mordserie. Nachdem Gamper seinen Nachbarn Tullio Melchiori erschossen hatte, verschanzte er sich im angrenzenden Heuschober. Beim Versuch, das Gebäude zu betreten, wurde Carabiniere Guerrino Botte erschossen. Anschließend eröffnete Gamper das Feuer auf die restlichen Beamten, sowie auf die anwesenden Mitarbeiter der Weißen Kreuzes Meran.
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