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Die Geschichte der Sektion Cortina d´Ampezzo

Die Geschichte der WK-Sektion Cortina d‘Ampezzo begann an einem Wintertag der Skisaison 1974/75. Damals verunglückte ein deutscher Tourist auf den Pisten des Falzarego-Gebietes und in Cortina gab es nur einen Krankenwagen.
Dieser befand sich im Besitz der Gemeinde, und man konnte mit diesem Fahrzeug allein nicht allen Notfällen nachkommen, die immer häufiger aus jenem Ort kamen, der seit langem als Perle der Dolomiten gilt.
Es war ein Skifahrer aus München, der den bereits genannten Unfall hatte. Leider – oder auch zum Glück – standen keine Krankenwagen zur Verfügung, da der einzig verfügbare bereits anderweitig im Einsatz war. Auch in den Nachbartälern war die Situation nicht besser, sodass der bemitleidenswerte Unglücksrabe mehrere Stunden warten musste, um mit einem geeigneten Fahrzeug transportiert werden zu können.
Erst später wurde bekannt, dass der Patient der stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes war – und dies sollte sich als Glücksfall und guter Anfang für den lokalen Rettungsdienst erweisen. Denn tatsächlich gelangten wenig später zwei Krankentransportwagen nach Cortina.
Sie waren eine Spende des verunglückten Skifahrers, der sich zusätzlich um Vereinbarungen mit der Gemeinde Cortina und dem Weißen Kreuz in Bozen bemühte, sodass eine enge Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Einrichtungen zustande kam.
So entstand am 1. Jänner 1976 auch in Cortina eine Sektion des Weißen Kreuzes, die mithilfe des alten Krankenwagens der Gemeinde und den beiden aus Bayern stammenden KTW den immer häufigeren Rettungsrufen seitens der Bevölkerung von Cortina und der unzähligen Gäste aus den unterschiedlichsten Ländern gerecht werden konnte. Anfangs bestand die Sektion aus drei Angestellten und einer ansehnlichen Gruppe von Freiwilligen, jedoch wurden immer mehr Rettungseinsätze nötig.
Daher „suchte“ und fand die Gemeinde noch einmal rund 60 Freiwillige, Männer und Frauen mit einem breiten beruflichen Spektrum, sodass dann ab den ersten Septembertagen des Jahres 1976 auch Nachtschichten abgedeckt werden konnten und zwar vollständig durch Freiwillige.
Im März des folgenden Jahres wurde ein weiteres Fahrzeug von der Sektion in Bozen ausgeliehen, ein zweiter Krankenwagen der Marke Peugeot. Schließlich wurde am 27. November 2011 der Sektionssitz renoviert, sodass während der langen Tag- und Nachtdienste auch der Aufenthalt dort jetzt angenehmer ist.
Besondere Einsätze
  • Die Sektion Cortina d’Ampezzo führt den Eiltransport von Organen, Medikamenten und Plasma durch.
  • Sie sorgt auf nationaler und europäischer Ebene für den Transport von Mitgliedern und Privaten, deren Beförderung/Verlegung aus medizinischen Gründen notwendig ist.
  • Sie leistet bei Sport- und anderen Veranstaltungen Bereitschaftsdienst.
  • Sie übernimmt den Notrufdienst für ältere oder alleinstehende Menschen, die sich in ihrer Wohnung sicher fühlen wollen.
  • Zwischen 1991 und 1995 hat das Weiße Kreuz während des Unabhängigkeitskrieges in Kroatien humanitäre Hilfe geleistet und medizinische Ausrüstung transportiert.
  • Umbrien 1997: Transport von Sanitätsmaterial nach Umbrien mit drei Lieferwagen, einer des Weißen Kreuzes und zwei private.
  • Erdbeben in Abruzzen: 6 Freiwillige waren zusammen mit der mobilen Kolonne des Zivilschutzes und anderem Personal des Landes Südtirol im Südtiroler Aufnahmelager von San Elia (L’Aquila).
  • Erdrutsch in Borca di Cadore 2009: Einen Tag nach dem Erdrutsch war eine Mannschaft vor Ort, um der betroffenen Bevölkerung zu helfen.
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