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Coronavirus: Weißes Kreuz testet 2.709 Mitarbeiter mit Antikörpertest
01.05.2020
Zwischen dem 18. und 28. April hat das Weiße Kreuz 2.709 Mitarbeiter in allen Landesteilen mit Antikörperschnelltests untersucht. Es handelt sich dabei um die bisher umfangreichste Untersuchung dieser Art in Südtirol und die Tests wurden vom Südtiroler Sanitätsbetrieb zur Verfügung gestellt. Bei den verwendeten Testmodellen handelt es sich um die Reihe CELLEX ((Cellex qSARS-COV-2 IgG/IgM) ) mit einer geprüften Zuverlässigkeit von 96%. 
 

Ziel der Tests war es den Immunstatus der Mitarbeiter abzubilden und dem Personal eine zusätzliche Sicherheit für das berufliche und private Umfeld zu bieten. Um eine nachhaltige Untersuchung zu ermöglichen, wurde der gesamte Testvorgang auch von einem umfangreichen Fragebogen begleitet. Sämtliche Datensätze werden dem Sanitätsbetrieb und der EURAC zur Verfügung gestellt, die ein wissenschaftlich fundierte Untersuchung in die Wege leiten werden. 
 Im Rahmen der Testreihe wurden 1.631 Männer und 1.078 Frauen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren untersucht. Dabei wurden 209 positive Ergebnisse abgebildet, die sich auf IgM-Antikörper und IgG-Antikörper verteilen. Das entspricht einer Immunisierungsquote von 7,7 Prozent. Dabei ist festzuhalten, dass alle Mitarbeiter, die ein positives Ergebnis bei den Antikörperschnelltests erhalten haben, auch mittels PCR-Tests (Abstrich) über das Hygieneamt des Südtiroler Sanitätsbetriebes nachuntersucht wurden. Dabei wurde nur ein einziger positiver Abstrich ermittelt. Was bedeutet, dass nur in diesem einzigen Fall von einer weiteren Ausscheidung des Virus ausgegangen werden muss. 
Die niedere Durchseuchung innerhalb des Vereins bestätigt nun, dass die umfangreichen Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter bei der Ausführung des Dienstes ihre Wirkung gezeigt haben. Das bedeutet, dass durch Mitarbeiter des Weißen Kreuzes kein grundsätzlich höheres Ansteckungsrisiko ausgeht, als von normalen Bürgern. Eine gute Nachricht für unser Mitarbeiter, ihr Umfeld und auch unsere Patienten. Zwar besteht ein erhöhtes Expositionsrisiko im Rettungsdienst, durch penible Sicherheitsstandards und strikte Schutzausrüstung wird dieses nachweislich kompensiert. Freiwillige Helfer des Landesrettungsvereins können damit bedenklos in ihr berufliches und privates Leben integriert werden und weiterhin ausüben. 
 
Begleitet wurde die gesamte Testreihe aus medizinischer Sicht von Sanitätsdirektor Dr. Georg Rammlmair und von wissenschaftlicher Seite durch Dr. Markus Falk. Ein großer Dank ergeht an den Südtiroler Sanitätsbetrieb sowie der EURAC für die Ermöglichung der Untersuchung bzw. der professionellen Begleitung während der Testphase. Durchgeführt wurden die Tests durch Mitarbeiter der Abteilung Ausbildung im Weißen Kreuz unter der Führung von Projektleiter Lukas Innerhofer. 
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