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Erste-Hilfe-Tipps
für die warme Jahreszeit

Eine Dame mit Affro kratzt sich auf der Oberseite ihres Unterarmes aufgrund einer Allergischen Reaktion
Der Frühling steht vor der Tür und die Tage werden länger und wärmer. Zeckenbiss, allergische Reaktion und Sonnenstich – hier einige Tipps zum richtigen Handeln im Notfall.

 
ZECKENBISS

Zecken finden wir in vielen Wäldern Südtirols: insbesondere in Bozen, im Unterland, im Überetsch, im Etschtal und im Vinschgau. Zecken stechen den Menschen besonders gerne in die Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken, am Haaransatz oder hinter dem Ohr und werden selten sofort bemerkt, da ihr Speichel eine betäubende Substanz enthält. Die heimischen Zecken übertragen Krankheiten wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME).
 
Symptome:
  • Sich kreisförmig ausdehnende, schmerzfreie Rötung an der Einstichstelle
  • Juckreiz
  • Gliederschmerzen
  • Grippeähnliche Symptome
  • Fieber (bis 39°C)
  • Kopfschmerzen
  • Evtl. Nackensteife
 
Zecke entfernen:
  • Zecke mit einer Pinzette vorsichtig gerade herausziehen. Dabei am Kopf und nicht am Körper anfassen (kein Quetschen)
  • Kein Öl, Klebstoff, ...
  • Einstichstelle regelmäßig kontrollieren
  • Sollte sich die Stelle röten, Arzt aufsuchen
  • Oft bleibt ein kleiner schwarzer Punkt in der Haut. (Reste des Stechapparats) Dieser ist nicht gefährlich. Hautstelle desinfizieren, keine weitere Manipulation.
 
Unbehandelt können Zeckenstiche zu Lähmungen, epileptischen Anfällen oder zu psychischen Auffälligkeiten führen. Daher sollten Zecken sofort entfernt werden!
 
 
 
ALLERGISCHE REAKTION
 
Unser Körper kann auf Medikamente, Lebensmittel (Nahrungsmittelallergie), Bienenstiche usw. überempfindlich reagieren.
Je schneller sich die Symptome entwickeln oder verschlimmern, desto gefährlicher ist der Verlauf!
 
Symptome:
  • Hautrötung
  • Juckreiz
  • Schwellungen, Quaddeln
  • Erbrechen, Übelkeit, Durchfall
  • zunehmende Atemnot mit pfeifendem Atemgeräusch
  • Störung von Bewusstsein, Atmung und Kreislauf
 
Beim Auftreten von Beschwerden:
  • bei Bedarf Gift entfernen (z.B. Insektenstachel)
  • beruhigen
  • bei Atemnot Betroffenen aufsetzen und eventuell Hals kühlen, enge Kleidung lösen
  • sofort Notruf absetzen
  • Vitalfunktionen (Bewusstsein, Atmung und Kreislauf) dauernd kontrollieren
  • bei Bewusstlosigkeit mit vorhandener Atmung: stabile Seitenlage durchführen
 
Allergiker, die von ihrer Störung wissen, tragen oft fertige Spritzenampullen bei sich, welche sie sich selbst in den Oberschenkel spritzen können.
 
 
 
SONNENSTICH
 
Ein Sonnenstich entsteht durch lang andauernde direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf und Nackenbereich.
 
Symptome:
  • Hochroter, heißer Kopf, aber normale Körpertemperatur
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Schwindelgefühl
  • Ohrensausen
  • Wesensveränderung (Unruhe)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • eventuell Nackensteife
  • Bewusstseinsstörungen
 
Beim Auftreten von Beschwerden:
  • Vor weiterer Sonneneinstrahlung schützen
  • Oberkörper aufrichten
  • Kopf mit nassem Tuch kühlen
  • wiederholte Kontrolle von Bewusstsein und Atmung
  • eventuell Notruf absetzen
 
Vorbeugung: Säuglinge und Kinder mit Kopfbedeckung und nicht über längere Zeit der direkten Sonne aussetzen. Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen - kein Alkohol oder andere Stimulanzien wie Kaffee.