Eine Notfallseelsorgerin des Weißen Kreuzes kümmert sich an der Unglücksstelle um ein betroffenes Mädchen
Plötzliche Unglücksfälle, aber auch belastende Situationen und psychische Leiden können Menschen aus der Bahn werfen und in schwere seelische Krisen stürzen. In solchen Momenten sind wir da – mit menschlichem Beistand, Halt und professioneller Unterstützung.
204
Freiwillige in der Notfallseelsorge
416
Mal seelische Erste Hilfe nach Unglücksfällen im Jahr 2025
4717
Anrufe beim Krisentelefon im Jahr 2025
160
Mal Unterstützung für Einsatzkräfte nach besonders belastenden Erfahrungen
Zwei Freiwillige der Notfallseelsorge im Gespräch mit einer Angehörigen
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Notfallseelsorge

Seelischer Beistand im Notfall

Unsere Notfallseelsorge wird angefordert, wenn Menschen durch plötzliche Todesfälle, Unfälle oder Katastrophen in akute seelische Krisen geraten. Die speziell ausgebildeten Freiwilligen bieten Betroffenen, ihren Angehörigen, Freunden und unverletzt Beteiligten seelischen Beistand an. Dabei arbeiten sie vor Ort eng mit den Einsatzkräften zusammen.
Sie schaffen einen geschützten Raum für Gespräche, helfen beim Einordnen des Erlebten und aktivieren soziale und familiäre Netze. Bei Bedarf vermitteln sie weitere Unterstützung durch Fachstellen und begleiten Angehörige beim Abschiednehmen von Verstorbenen.
Ein junger Mann sitzt im Auto und wählt die grüne Nummer des Krisentelefons. Er wirkt verzweifelt

Psychologisches Krisentelefon

Seelische Leiden lindern

Mit dem Psychologische Krisentelefon sind wir unter der Grünen Nummer 800101800 rund um die Uhr für Menschen erreichbar, die in existenziellen Krisensituationen Hilfe brauchen. Ausgebildete Psychologinnen und Psychologen hören zu und bieten Beistand an. Bei Bedarf vermitteln sie direkt an geeignete Fachstellen weiter. Damit ist die telefonische Anlaufstelle ein wichtiger Anker in Zeiten emotionaler Turbulenz.
Das psychologische Krisentelefon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Netzwerks für Psychische Gesundheit im Südtiroler Sanitätsbetrieb, des Forum Prävention und des Weißen Kreuzes.
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Einsatznachsorge

Anlaufstelle für Einsatzkräfte

Belastende Unglücksfälle hinterlassen auch bei Einsatzkräften Spuren. Die Peers unserer Einsatznachsorge sind dafür eine kollegiale Anlaufstelle. Sie sind selbst im Rettungsdienst tätig und kennen extreme Situationen aus eigener Erfahrung. Durch ihre Ausbildung und ihre Nähe zum Einsatzalltag können sie besonders gut auf die Bedürfnisse ihrer Kolleginnen und Kollegen eingehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Notfallseelsorge wird von den Einsatzkräften vor Ort – wie dem Rettungsdienst, der Feuerwehr, Hausärzten oder Behörden – über die Landesnotrufzentrale angefordert. Am häufigsten kommt sie zum Einsatz, wenn ein Mensch unerwartet stirbt: nach einem Unfall, durch Suizid oder infolge eines medizinischen Notfalls, etwa nach erfolgloser Wiederbelebung – auch im Fall des plötzlichen Kindstods.
Bei Großschadensereignissen oder bei Vermisstensuchen wird der Dienst ebenfalls angefordert.
Ja, die Freiwilligen der Notfallseelsorge garantieren einen Bereitschaftsdienst an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr. Aufgeteilt auf zehn Gruppen in Bozen, Meran, Brixen, Bruneck, Sterzing, Schlanders, Innichen, Unterland, Seis und Ritten sind sie landesweit im Einsatz und können Unglücksorte schnell erreichen.
Es sind Frauen und Männer mit den unterschiedlichsten Herkunftsberufen, die sich mit viel Einfühlungsvermögen für andere einsetzen. Alle durchlaufen für ihren Dienst eine intensive Ausbildung und erhalten kontinuierliche Begleitung und Unterstützung durch regelmäßige Nachbesprechungen, Weiterbildungen, Gruppentreffen und Einsatzübungen.
Während der Einsätze sind die Notfallseelsorgenden eng in die Maßnahmen eingebunden. Sie kümmern sich um traumatisierte Betroffene und fangen sie auf. Damit entlasten sie auch die anderen Einsatzkräfte wie die Sanitäter, Feuerwehrleute, die sich so ganz auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Sie unterstützen auch die Behörden – beispielsweise bei der Überbringung von Todesnachrichten.
Wichtig ist auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsorganisationen und psychosozialen Diensten, allen voran mit der Notfallpsychologie. Diese wird in der Regel gemeinsam mit der Notfallseelsorge aktiviert.
Das Psychologische Krisentelefon ist für alle da, die in seelischen Krisen Ansprechpersonen suchen. Zwölf erfahrene Psychologinnen und Psychologen garantieren die Erreichbarkeit rund um die Uhr.
Damit ist das Krisentelefon fest in das bestehende Netzwerk der psychosozialen Notfallversorgung und Suizidprävention eingebunden und ergänzt bestehende Angebote wie die Notfallseelsorge, das „Telefono Amico“, die Telefonseelsorge der Caritas oder die notfallpsychologischen Bereitschaftsdienste.
Menschen wenden sich an das Psychologische Krisentelefon, wenn sie sich in akuten seelischen Belastungssituationen befinden und nicht mehr weiterwissen. Sie suchen Hilfe bei Panik, Depressionen, Suizidgedanken, Suchtkrisen, familiären Konflikten, Gewalt, Einsamkeit, beruflicher Überforderung oder schweren Erkrankungen. Oft geschieht dies in Momenten großer Angst, nachts oder dann, wenn andere Anlaufstellen nicht erreichbar sind – das Krisentelefon bietet ihnen unmittelbaren Halt, ein offenes Ohr und Orientierung in der Krise.
Menschen wenden sich an das Psychologische Krisentelefon, wenn sie sich in akuten seelischen Belastungssituationen befinden und nicht mehr weiterwissen. Sie suchen Hilfe bei Panik, Depressionen, Suizidgedanken, Suchtkrisen, familiären Konflikten, Gewalt, Einsamkeit, beruflicher Überforderung oder schweren Erkrankungen. Oft geschieht dies in Momenten großer Angst, nachts oder dann, wenn andere Anlaufstellen nicht erreichbar sind – das Krisentelefon bietet ihnen unmittelbaren Halt, ein offenes Ohr und Orientierung in der Krise.
Das psychologische Krisentelefon ist ein Gemeinschaftsprojekt des Netzwerks für Psychische Gesundheit im Südtiroler Sanitätsbetrieb, des Forum Prävention und des Weißen Kreuzes. Das Weiße Kreuz übernimmt dabei eine zentrale Rolle bei der Organisation: von der Beauftragung der Psychologen und Psychologinnen über die Dienstplanung und technische Infrastruktur bis hin zur Koordination der Aus- und Weiterbildungen der beteiligten Fachkräfte.
Die Freiwilligen der Einsatznachsorge kümmern sich um die Helferinnen und Helfer selbst. Sie stehen ihnen nach psychisch besonders belastenden Erfahrungen zur Seite und helfen ihnen, diese zu verarbeiten. Damit sind sie ein wichtiges Glied in der Rettungskette.