Walten (St. Leonhard in Passeier), 26. September 2026 – In Walten fand am Samstag eine groß angelegte MANV-Übung (Massenanfall von Verletzten) statt. Organisiert wurde die Übung vom Weißen Kreuz Passeier gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Walten. Geübt wurde ein komplexes Einsatzszenario mit Verkehrsunfällen zwischen zwei Pkw sowie einer Gruppe von Radfahrern. Das Szenario erforderte die koordinierte Versorgung einer größeren Anzahl von Verletzten und stellte die beteiligten Organisationen vor realitätsnahe Herausforderungen. Gemeinsam trainierten die Einsatzkräfte die Zusammenarbeit bei einem Schadensereignis mit zahlreichen Betroffenen. Ein MANV-Ereignis liegt vor, wenn eine größere Anzahl von Verletzten gleichzeitig versorgt werden muss und die verfügbaren Rettungsmittel besonders koordiniert eingesetzt werden müssen. Im Mittelpunkt der Übung standen die Erstversorgung der Verletzten, die strukturierte Sichtung und Einteilung der Patienten, die Zusammenarbeit der Einsatzleitungen sowie die Abstimmung zwischen den verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen.
An der Übung beteiligten sich das Weiße Kreuz Passeier, Meran, Lana, Ulten und Naturns, das Rote Kreuz, die Freiwilligen Feuerwehren Walten und St. Leonhard, die Bergrettung St. Leonhard und St. Martin, die Berufsfeuerwehr Bozen, die Notfalldarstellung, der Organisatorische Leiter, sieben Notärzte und fünf Pfleger/Disponenten des Landesnotrufdienstes der verschiedenen Krankenhäuser sowie die Notfallseelsorge. Rund 15 verletzte Personen wurden realistisch geschminkt und von der Notfalldarstellung dargestellt, um den Einsatzkräften möglichst authentische Bedingungen zu bieten.
„Die Sicherheit der Bevölkerung hängt im Ernstfall maßgeblich von einer eingespielten Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen ab. Solche Übungen sind deshalb unverzichtbar, um Kommunikation, Koordination und Abläufe unter realistischen Bedingungen zu erproben und laufend zu verbessern. Die gemeinsame Vorbereitung stärkt unsere Einsatzfähigkeit und kommt letztlich den Menschen zugute, die im Notfall auf schnelle Hilfe angewiesen sind“, erklärt Präsident Alexander Schmid.
Solche Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Einsatzvorbereitung und dienen dazu, Abläufe zu überprüfen, die Kommunikation zwischen den Organisationen zu stärken und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln. „Die Übung hat verdeutlicht, dass das koordinierte Zusammenwirken der Blaulicht- und Rettungsorganisationen gut funktioniert hat. Um diese Einsatzbereitschaft und Zusammenarbeit auch in Zukunft sicherzustellen, sind solche Übungen unverzichtbar“, betont Martin Ploner, Dienstleiter der Sektion Passeier des Weißen Kreuzes.
Die Organisatoren zogen ein durchwegs positives Fazit und bedankten sich bei allen beteiligten Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern sowie den Notfalldarstellern für ihren engagierten Einsatz. Ein besonderer Dank gilt dem Zivilschutz, der für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte und damit zum erfolgreichen Gelingen.
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