Die Geschichte der Sektion Ultental
1990er
Gründung und Aufbau
Am 6. August 1990 beschloss die Südtiroler Landesregierung auf Antrag der Gemeinde Ulten die Errichtung einer Sektion des Weißen Kreuzes im Ultental. Die konkrete Umsetzung begann 1993 mit der Ausarbeitung eines Konzepts durch eine kleine Arbeitsgruppe. Im selben Jahr wurde das Projekt der Bevölkerung vorgestellt und eine Gruppe von 25 Freiwilligen startete ihre Ausbildung.
 
Zwischen 1993 und 1995 erfolgte der schrittweise Aufbau: Ausbildung, Integration in den Dienstbetrieb der Sektion Lana und schließlich die Einrichtung eines eigenen Bereitschaftsdienstes im Ultental. Anfang 1995 wurde die Außenstelle zur eigenständigen Sektion. Seit dem 1. März 1995 besteht die Rettungsstelle Ultental offiziell als „Sektion 35“. Noch im selben Jahr wurden die ersten Fahrzeuge in Dienst gestellt. Ab 1998 wurden erstmals Zivildiener eingesetzt, was die Dienstabdeckung insbesondere unter der Woche wesentlich verbesserte. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung spielte dabei eine wichtige Rolle.
2000er
Wachstum und Professionalisierung
In den folgenden Jahren entwickelte sich die Sektion kontinuierlich weiter. Die Einsatzzahlen stiegen deutlich an – von 211 Einsätzen im Jahr 1994 auf 1.901 im Jahr 2005.
2010er
Steigende Anforderungen und Ausbau
Auch im nächsten Jahrzehnt setzte sich das Wachstum fort: 2014 verzeichnete die Sektion bereits 2.732 Einsätze jährlich. Mit der Abschaffung des verpflichtenden Zivildienstes und der Einführung freiwilliger Modelle wurde zusätzliches Personal notwendig. 
Parallel dazu lag ein starker Fokus auf Aus- und Weiterbildung. Regelmäßige interne Schulungen sowie gemeinsame Übungen mit anderen Rettungsorganisationen sicherten die hohe Qualität und förderten die bewährte Zusammenarbeit.