Die Geschichte der Sektion Ultental
1970er
Gründung und Aufbau
Die Sektion Sulden des Weißen Kreuzes wurde im November 1974 auf Initiative von Ernst Reinstadler, Hubert Paulmichl sowie Hilbert Reinstadler und Eberhard Gerstl gegründet. Bereits bei der Gründung engagierten sich 35 freiwillige Helfer. Erster Sektionsleiter war Hilbert Reinstadler, der nach etwa sechs Jahren von Hubert Paulmichl abgelöst wurde. Zu Beginn erhielt die Sektion ein Fahrzeug leihweise von der Sektion Bozen, da eigene finanzielle Mittel fehlten. Durch Einnahmen und Unterstützung von Förderern konnte später eine eigene Ambulanz angeschafft werden. 1976 wurde der Fuhrpark um ein zweites Fahrzeug erweitert. Die Familie Trojer stellte ab 1976 kostenlos Garagenplätze zur Verfügung und unterstützte die Sektion maßgeblich.
1980er
Professionalisierung und Erweiterung
Der gesamte Dienst – inklusive Telefon- und Funkdienst – wurde bis 1981 rund um die Uhr von Freiwilligen organisiert, insbesondere durch die Familie Ernst Reinstadler im Hotel „Sayonara“. Im Jahr 1981 wurde die Außenstelle Prad gegründet. Gleichzeitig begann mit Hermann Pircher die erste hauptamtliche Unterstützung, der bis 1997 im Dauereinsatz tätig war – unterstützt von seiner Familie und den Freiwilligen. Auch die Telefon- und Funkzentrale wurde in sein Haus verlegt, um den Dienstbetrieb sicherzustellen. Mitte der 1980er Jahre bezog die Sektion zudem neue Garagenstellplätze in der Nähe der Seilbahnen Sulden.
1990er
Infrastruktur und Veränderungen
In den 1990er Jahren stellte die Gemeindeverwaltung von Stilfs Räumlichkeiten in der Volksschule Sulden zur Verfügung, die als Büro, Küche und Unterkunft dienten. Nach 16 Jahren Zugehörigkeit wurde die Außenstelle Prad 1996 eigenständig und gründete eine eigene Sektion. Bis 1999 blieb Hermann Pircher der einzige hauptamtliche Mitarbeiter der Sektion.
2000er
Wachstum und neuer Standort
Im Jahr 2000 wurde ein zweiter hauptamtlicher Mitarbeitender eingestellt, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Seit Juli 2002 befindet sich der Sitz der Sektion im Zivilschutzgebäude, gemeinsam mit der Bergrettung und der Freiwilligen Feuerwehr Sulden. Im Herbst 2004 wurde zudem eine Jugendgruppe unter der Leitung von Melanie Heinisch gegründet, wodurch verstärkt Nachwuchsarbeit betrieben wird.
2010er
Stetige Erweiterung der Ausstattung
Seit 2014 verfügt die Sektion über drei Einsatzfahrzeuge. Diese werden sowohl für Rettungseinsätze als auch für Krankentransporte eingesetzt.