Die Geschichte der Sektion Mals
1960er
Erste Hilfe aus eigener Initiative
1968 schaffte die Freiwillige Feuerwehr Mals einen VW-Bus für Einsätze an. Da der nächste Rettungswagen im Krankenhaus Schlanders oft nicht rechtzeitig verfügbar war, wurde das Fahrzeug auch für den Transport von Kranken und Verunglückten genutzt und mit einer Patientenliege ausgestattet. Feuerwehrmitglieder übernahmen den Fahrdienst.
1970er
Gründung und Aufbau des Rettungsdienstes
1971 initiierten Ignaz Stocker, Max Weirather und Alois Stocker die Gründung einer Außenstelle des Weißen Kreuzes in Mals und erhielten den Auftrag, einen 24-Stunden-Dienst aufzubauen.
Die ersten freiwilligen Helfer leisteten ihren Dienst auch während der Arbeitszeit und nachts. Die Ausbildung erfolgte zunächst in Fahrzeugtechnik sowie später durch Erste-Hilfe-Kurse.
Der erste Krankenwagen war ein gebrauchter VW-Bus. Den Telefondienst übernahmen rund um die Uhr die Barmherzigen Schwestern und das Personal des Martinsheims („Spital“), das als zentrale Anlaufstelle für Notfälle im Obervinschgau diente.
Am 16. Februar 1972 nahm die Sektion mit 20 Freiwilligen offiziell ihren Dienst auf. Das Einsatzgebiet reichte vom Reschenpass bis Sulden. Bereits 1972 wurde ein zweites Fahrzeug notwendig, 1973 folgte ein weiterer Krankenwagen durch eine Spende. Im selben Jahr bezog die Sektion das Feuerwehrgerätehaus, das 27 Jahre lang als Sitz diente.
In den ersten zehn Jahren entwickelte sich eine stabile Organisation mit steigenden Einsätzen; zum 10-jährigen Bestehen wurde ein weiterer Rettungswagen angeschafft.
1980er
Wachstum und Festigung
Die Organisation festigte sich weiter und entwickelte sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Versorgung im Obervinschgau. Einsätze und Krankentransporte nahmen kontinuierlich zu.
1990er
Strukturreform und Modernisierung
1997 wurde das Rettungswesen in Südtirol neu organisiert und die Trennung von Rettungsdienst und Krankentransport eingeführt. Dies brachte auch in Mals organisatorische Anpassungen mit sich.
Gleichzeitig wurde der neue Sektionssitz im Zivilschutzzentrum vorbereitet. Zudem wurde ein moderner Rettungswagen in Dienst gestellt, der ausschließlich für Notfälle über die Landesnotrufzentrale eingesetzt wurde.
2000er
Neuer Standort und Professionalisierung
Im Jahr 2000 bezog die Sektion ihren heutigen Sitz im Zivilschutzzentrum gemeinsam mit Feuerwehr und Bergrettung. Zusätzlich zum Sektionsleiter wurde ein Dienstleiter für Verwaltungsaufgaben eingeführt.