Die Geschichte der Sektion Buchenstein

1976
Die Gründung
Die Geschichte der Sektion Cortina d’Ampezzo begann in der Skisaison 1974/75 mit einem schweren Unfall auf den Pisten im Falzarego-Gebiet. Ein deutscher Tourist verunglückte, doch der einzige Krankenwagen in Cortina war bereits im Einsatz. Die Situation machte deutlich, dass die medizinische Versorgung im stark frequentierten Wintersportort nicht ausreichte. Der verunglückte Skifahrer – später als stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes bekannt – engagierte sich nach seiner Rettung persönlich für den Aufbau eines funktionierenden Rettungsdienstes in Cortina.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Cortina und dem Weißen Kreuz wurde schließlich m 1. Jänner 1976 wurde schließlich die Sektion Cortina gegründet. Sie startete mit zwei Krankentransportwagen aus Bayern und drei Angestellten mit einer wachsenden Zahl an Freiwilligen.
1970
Aufbau und erste Einsatzorganisation
Bereits kurz nach der Gründung wuchs der Bedarf an Einsatzkräften stark. Rund 60 Männer und Frauen aus unterschiedlichen Berufsgruppen traten in diesen Jahren dem Dienst bei. Ab 1976 konnten erstmals durchgehend Nachtdienste ausschließlich durch Freiwillige abgedeckt werden. 1977 wurde zusätzlich ein weiterer Krankenwagen aus Bozen – ein Peugeot – vorübergehend zur Verfügung gestellt, um die steigende Zahl an Einsätzen bewältigen zu können.
1980
Stabilisierung und Ausbau
In diesem Jahrzehnt etablierte sich die Sektion als fixer Bestandteil der Notfallversorgung in Cortina. Die steigende Zahl an Touristen und Wintersportlern führte zu kontinuierlich mehr Einsätzen, wodurch Organisation und Personal weiter ausgebaut wurden. Die Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz Bozen und internationalen Partnerorganisationen wurde vertieft und festigte die Struktur der Sektion nachhaltig.
1990
Erweiterte Aufgaben und internationale Einsätze
Die Sektion übernahm zunehmend auch spezialisierte Aufgaben, darunter Labortransporte sowie internationale und nationale Verlegungen medizinischer Art. Zwischen 1991 und 1995 beteiligte sich das Weiße Kreuz Cortina auch an humanitären Einsätzen während des Krieges in Kroatien und unterstützte den Transport medizinischer Ausrüstung. 1997 folgte ein weiterer internationaler Hilfseinsatz nach dem Erdbeben in Umbrien, bei dem Freiwillige im Rahmen der mobilen Zivilschutzkolonne im Einsatz waren.
 
2000
Professionalisierung und neue Dienste
Die Sektion entwickelte sich weiter zu einem modernen Rettungsdienststandort. Neben dem regulären Rettungs- und Krankentransport wurden auch Sanitätsdienste bei Veranstaltungen sowie Unterstützungsdienste für ältere oder alleinstehende Personen aufgebaut.
 
2010
Modernisierung und Infrastrukturverbesserung
Ein wichtiger Meilenstein war 2011 die Renovierung des Sektionssitzes. Die verbesserten Räumlichkeiten sorgten für deutlich bessere Bedingungen bei Tag- und Nachtdiensten und erhöhten die Effizienz im Einsatzbetrieb.
 
2020
Kontinuierliche Einsatzbereitschaft
Auch in jüngerer Zeit bleibt die Sektion ein vielseitiger Rettungsdienst mit breitem Aufgabenspektrum: von Labortransporten über Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen bis hin zu Einsätzen im Rahmen von Naturkatastrophen.