Die Geschichte der Sektion Bozen

1965
Die Gründung 1965
Die Sektion Bozen wurde zeitgleich mit der Landesleitung gegründet. Der erste Sektionssitz befand sich in der Fagenstraße gegenüber dem heutigen Kulturheim Gries. Mit zwei Krankenwagen sorgten ein Angestellter und viele Freiwillige dafür, dass im Notfall die nötige Hilfe kam. Dafür reichte ein Anruf in der Sektion. Denn der Telefondienst war schon damals rund um die Uhr gewährleistet. Zusätzlich zum Rettungsdienst begann man in diesem Jahrzehnt, Zusatzdienste wie Sammelaktionen von Müll, Bekleidung und Altpapier durchzuführen, um alle anfallenden Kosten decken zu können.
1970
Die 1970-er Jahre
Bereits Mitte der 70-er Jahre wurden die ersten Langstreckentransporte mit dem ADAC durchgeführt. Die ersten Frauen kamen Ende des Jahrzehnts zum Einsatz. Seit damals ist ihr Anteil stetig angestie-gen.
1979 wurde das erste Reanimobil in Dienst gestellt, das für Patientenverlegungen zwischen verschie-denen Krankenhäusern gebraucht wurde.
1980
Die 1980-er Jahre
Anfang der 80-er Jahre bezog die Sektion Bozen neue Räumlichkeiten in der Fagenstraße 46. Dort war etwas mehr Platz für den wachsenden Fuhrpark. In diese Zeit fällt auch der Start des NAD-Dienstes – ein Sonderdienst, um Hausärzte nachts und an den Wochenenden zu ihren Patienten zu bringen. Er wurde in Bozen bis 2005 durchgeführt.
1984 wurde der Telefondienst der Sektion Bozen von einer Telefonzentrale des Weißen Kreuzes übernommen, die rund um die Uhr besetzt war und die Einsätze koordinierte.
1990
Die 1990-er Jahre
Ein Wachstumsschub für die Sektion Bozen: In den 90-er Jahren wurde der reguläre 24-Stunden-Dienst auch für Frauen eingeführt. Davor waren sie nur für den Tagdienst zugelassen. Auch die ersten Zivildienstleistenden kamen in diesem Jahrzehnt in die Sektion – ein wichtiger Zuwachs, angesichts einer verpflichtenden Regelung zur durchgehenden Einsatzbereitschaft seit dem Jahr 1998. Dank der Freiwilligenzuwächse war es kein Problem, noch mehr Einsatzfahrzeuge rund um die Uhr besetzen.
2000
Die 2000-er Jahre
Nach 22 Jahren in der Fagenstraße, in dem der Platzmangel kaum noch zu händeln war, bezog die Sektion Bozen gemeinsam mit der Landesleitung 2001 den neuen Sektionssitz in der Lorenz-Böhler-Straße 3 neben dem jetzigen Krankenhaus.
Im Jänner 2007 fiel der Startschuss für die erste Jugendgruppe der Sektion Bozen. 
2010
Die 2010-er Jahre
Im Herbst 2011 startete die Notfallseelsorge Gruppe in Bozen und Leifers.
2012 wurde die Zusammenarbeit mit der Landesnotrufzentrale intensiviert und die Krankenpfleger begannen ihre Schichten auf dem Rettungswagen.
2013 wurde in der Sektion die erste Gruppe für Sanitätsdienste gegründet – zur Unterstützung der Sektionen bei größeren Bereitschaftsdiensten.
Seit Jahresbeginn 2014 ist in der Sektion Bozen rund um die Uhr ein Organisatorischer Leiter im Ein-satz.
2020
Die 2020-er Jahre
​Am Anfang des Jahrzehnts beschäftigte die Corona-Pandemie das Weiße Kreuz. Auch in der Sektion Bozen wurden alle Energien gebündelt, um die notwenigen Dienste sicher durchzuführen und die Versorgung im Notfall zu garantieren.

Im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie des Weißen Kreuzes wurden in der Sektion Bozen die ersten Schritte für einen Paradigmenwechsel im Fuhrparkmanagement eingeläutet. Als erstes kam ein vollelektronisches Fahrzeug für Labortransporte zum Einsatz, danach folgten ein Notarzteinsatzfahrzeug mit Hybrid-Antrieb und 2025 ein vollelektrisches Modell für Notarzteinsätze.

Im Herbst 2024 wurde am Bozner Verdiplatz eine neue Rettungsstelle eingerichtet, um die Anfahrts-zeiten im Stadtgebiet zu verkürzen. Der Dienst wird vom Weißen Kreuz und Roten Kreuz gewährleistet.