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Die Geschichte der Sektion Seis

Das Weiße Kreuz Seis wurde im Jahr 1972 von Arthur Werth, Willi Schmuck, Josef Egger und Paul Trojer gegründet. Eine Schwierigkeit war dabei, laut den Gründungskriterien eine Mindestanzahl an beitragszahlenden Mitgliedern und Freiwilligen sowie Fuhrpark und eine Dienststelle zu finden. Auch das Einsatzgebiet musste festgelegt werden. Es erstreckt sich heute noch vom Panider Sattel über die Seiser Alm bis nach Völser Aicha. Dank einer Sammelaktion und einer Spende der Raiffeisenkasse Kastelruth konnte der erste Rettungswagen angekauft werden. Als Dienststelle diente damals eine Garage im Zentrum von Seis. Zudem musste die Ausbildung der 24 Freiwilligen organisiert werden. Damit wurde ein Arzt aus Bozen betraut. Dieser kam nach Seis und erklärte die Grundbegriffe zur Ersten Hilfe. Zur Festigung des Gelernten mussten die Teilnehmer nach Bozen, um dort Dienste zu absolvieren.
Die erste Leitung der Sektion Seis übernahm Paul Trojer. 1979 wurde Konrad Santoni erster festangestellter Mitarbeiter und gleichzeitig auch Sektionsleiter. Die Einsätze wurden damals von Josef Egger koordiniert. Unter der Telefonnummer 71555 wurde das Weiße Kreuz Seis zu Hilfe gerufen. Egger leistete 24 Stunden Telefondienst und konnte deshalb mit seiner Familie nie das Haus verlassen. Falls das Weiße Kreuz benötigt wurde, musste er erst einen freiwilligen Mitarbeiter finden, der den Einsatz übernehmen konnte. Als Einsatzkleidung diente zu Beginn eine blaue Jacke und Hose. Diese Kleidung musste zu Hause aufbewahrt und gereinigt werden.
Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Freiwillige zur Sektion Seis. In den vergangenen Jahren hat sich besonders die Anzahl der Frauen erhöht. Die Anzahl der Zivildiener ging zurück, da der Militärdienst abgeschafft wurde.
Seit 1997 gibt es in Seis die Jugendgruppe und seit 2012 auch die Notfallseelsorge. Im Laufe der Jahre hat sich vieles verändert. Der heutige Sektionssitz wurde im Jahr 2003 bezogen, auf 400 Quadratmetern befinden sich drei Umkleideräume, einige Schlafzimmer, eine Küche, ein Aufenthaltsraum, einige Büros und die Garage. Außerdem werden die Freiwilligen nicht mehr von einem Arzt geschult, sondern es gibt ein Ausbildungsprogramm des Landesrettungsvereins.
Seit 2001 ist die Landesnotrufzentrale mit der Koordinierung der Rettungseinsätze betraut. In der Sektion Seis werden nicht nur Dienste geleistet und verschiedene Bereitschaftsdienste durchgeführt, wie z. B. bei Großveranstaltungen (Oswald von Wolkenstein-Ritt oder das Kastelruther-Spatzen-Fest). Auch für das Gesellige in der Freizeit wird alljährlich einiges auf die Beine gestellt.
Jedes Jahr werden die Ehrenmitglieder, Angestellten, Freiwilligen und die Notfallseelsorge zum Weihnachtsessen eingeladen. Auch das traditionelle Fußballturnier darf dabei nicht vergessen werden. Zudem werden auch Weiterbildungsabende oder Übungen organisiert. Somit kommt es auch zum Zusammentreffen der Mitarbeiter außerhalb des Dienstes.
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