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Die Geschichte der Sektion Naturns

Schon im Jahre 1975 gab es in Naturns das Bestreben nach einem eigenen Rettungsdienst. Die zunehmende Zahl der Feriengäste, der immer mehr werdende Verkehr und das Gletschergebiet im Schnalstal beanspruchten die damalig zuständigen Rettungsdienste sehr. Obwohl ihre Einsatzbereitschaft immer verlässlich und großartig war, waren die Anfahrtswege, bedingt durch das  Verkehrsaufkommen auf der Vinschgauer Straße, oft schwierig und lang. Albert Pichler war der Mann, der die Bedürfnisse der Bevölkerung des Einzugsgebietes rechtzeitig erkannt hat.

„Es braucht einen Rettungsdienst in Naturns“
Mit viel Einsatz und Ausdauer hat er gleichgesinnte Mitbürger angeworben. Unzählige Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung von Naturns, der örtlichen Raiffeisenkasse, der Weiß-Kreuz-Zentrale in Bozen sowie den Betrieben und Vereinen von Naturns folgten. Letztendlich stand die gesamte Bevölkerung hinter ihm, und so konnte am 14. Mai 1982 um 19 Uhr der aktive Dienst aufgenommen werden. Die Sektion Naturns im Weißen Kreuz war gegründet. Aus Bozen gab es keinerlei finanzielle Unterstützung. Nur unter dieser Voraussetzung durfte der Dienst aufgenommen werden, deshalb brauchte es auch die Unterstützung der gesamten Bevölkerung von Naturns. Die Gemeindeverwaltung hatte im ersten Stock der Feuerwehrhalle an der Bahnhofsstraße Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, hier konnte der Sektionssitz eingerichtet werden. Ein kleiner Platz zum Bau zweier Unterstellplätze für Rettungswagen war hier auch vorhanden. Die Raiffeisenkasse Naturns hat das erste Einsatzfahrzeug zur Gänze finanziert. Die öffentlichen Körperschaften, die Betriebe und Geschäfte haben über großzügige Beiträge ihre Zustimmung bekundet.
Nicht zuletzt war es die Naturnser Bevölkerung, welche über Spenden die Errichtung der Rettungsstelle ermöglichte. Die ersten freiwilligen Helfer, 45 an der Zahl, haben die Umbauarbeiten in der Sektion und die Erstellung der beiden kleinen Garagen in ihrer Freizeit selbst in die Hand genommen. Altpapier und Alteisen wurde gesammelt, um mit dem Erlös das notwendigste Sanitätsmaterial ankaufen zu können.
Ganz einfach hat man begonnen. So mussten beispielsweise die Nachtdienstmitarbeiter ihr Bettzeug von zu Hause mitbringen. Für die Verpflegung im Dienst, die Reinigung und Instandhaltung der Sektion und sogar für die Dienstbekleidung mussten eigene Geldmittel aufgebracht werden. All diese vielen Mühen und Schwierigkeiten in der Anfangsphase haben wesentlich dazu beigetragen, den Zusammenhalt unter den Mitarbeitern zu stärken und zu festigen. Die Einsätze wurden immer mehr und der alte Dienstsitz an der Bahnhofstraße platzte aus allen Nähten, und so wurde ein neues Zivilschutzgebäude errichtet, wo seit Jahren die Freiwillige Feuerwehr und das Weiße Kreuz untergebracht sind. Hier fanden die Helfer nicht nur großzügig gestaltete Schlaf- und Aufenthaltsräume, sondern auch eine Fahrzeughalle und nicht zuletzt geeignete Räumlichkeiten für Aus- und Weiterbildung.
Ohne die Gemeindeverwaltung wäre dies alles nicht möglich gewesen. Aus- und Weiterbildung waren und sind wichtige Anliegen im Verein bzw. in der Sektion Naturns. Schon Monate, bevor man die Rettungsstelle in Naturns eröffnete, wurden die freiwilligen Helfer von Naturns in Meran, Bozen und Schlanders ausgebildet. 1982 haben dann Ärzte und Ausbilder weitere Schulungen in Naturns organisiert.
Erste Fahne im Land
2007 wurde in Naturns nicht nur das 25-jährige Bestehen des Weißen Kreuzes gefeiert. Zu diesem Anlass kaufte die Sektion eine Prunk- bzw. Vereinsfahne an, die erste und bisher einzige innerhalb des Landesrettungsvereins. Sie wurde am 13. Mai 2007 feierlich gesegnet.
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