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Die Geschichte der Sektion Innichen

In den Jahren vor der Gründung einer Niederlassung des Weißen Kreuzes in Innichen, also vor 43 Jahren (Stand 2015), wurden bereits Rettungseinsätze von Bediensteten des Krankenhauses durchgeführt. Die Art und Weise, wie der Krankentransport damals vor sich ging, mag für uns heute befremdend, ja sogar belustigend wirken, sie zeugt aber von dem unendlich großen sozialen Engagement der Menschen in einem sowohl finanziell als auch politisch wenig vorteilhaften Umfeld.
Diensthabende Ärzte waren damals Primar Dr. Spitaler (im KH Innichen tätig von 1948 bis 1980) und Dr. Ruscelli, der seit 2011 Ehrenmitglied im Verein ist. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass eine für die damalige Zeit gut funktionierende Rettung auf die Beine gestellt werden konnte.
In den ersten Jahren wurden alle Rettungseinsätze und Krankentransporte mit dem Privatauto des Primars, einem Alfa Romeo Giulia, gefahren, zuweilen musste auch der Volkswagen „Käfer“ der Ehefrau für dringende Fahrten in Anspruch genommen werden.
Ein Geschenk der Sparkasse Innichen schließlich ermöglichte im Jahr 1967 den Ankauf eines Rettungswagens vom Typ Volkswagen Kombi. Der Wagen wurde erst zu einem „echten“ Einsatzauto, nachdem Techniker Karl Winkler in Zusammenarbeit mit den Bediensteten des Krankenhauses in unzähligen Arbeitsstunden das Fahrzeug umgebaut hatte. Das Fahren der Einsätze übernahmen Bedienstete des Krankenhauses - Pfleger, Portiere und Techniker. Die notwendige Ausbildung in Erster Hilfe gewährleisteten Primar Dr. Spitaler und Dr. Ruscelli höchstpersönlich.
Dem Idealismus und dem sozialen Bewusstsein von Hans Innerkofler und einigen seiner Freunde ist es zu verdanken, dass in Innichen am 28. September 1972 eine Sektion des Weißen Kreuzes eingerichtet werden konnte. Man übernahm das „Spitalauto“ vom Krankenhaus und machte es sich zur Aufgabe, einen flächendeckenden Rettungsdienst aufzubauen. Es war ohne Zweifel eine schwierige Zeit, aber engagierte Männer wie etwa Joseph Bichler („Bichler Tate“) brachten es zuwege, dass schon im Jahr 1973 zwei weitere Krankenwagen angeschafft werden konnten.
Da dem Gründungsvater und Leiter der Stelle, Hans Innerkofler, der ständig steigende bürokratische Aufwand allmählich zu viel wurde, beschloss man im Jahr 1973, einen hauptberuflichen Angestellten für das Weiße Kreuz einzusetzen. Die Stelle war somit rund um die Uhr gedeckt, neben dem festangestellten Mitarbeiter waren es einige Freiwillige, die ständig auf Abruf bereitstanden.
In den Jahren 1975, 1978 und 1980 wurde der Fuhrpark des Weißen Kreuzes Innichen mit weiteren Fahrzeugen vergrößert. Finanziert wurden die Autos teils von der Bevölkerung, teils durch die Raiffeisenkassen. Somit verfügte die Innichner Sektion im Jahre 1980 schon über sechs Ambulanzfahrzeuge. Ab dem Jahre 1983 zählte die Stelle mindestens fünf festangestellte Mitarbeiter.
Das Jahr 1983 war ein wenig ruhmreiches Kapitel in der Geschichte der Sektion. Ausuferungen eines vereinsinternen Konfliktes hätten beinahe die Auflösung der Sektion Innichen verursacht.
Im Jahr 1997 feierte die Sektion Innichen ihr 25-jähriges Bestehen. Im Jahr 2000 wurde in Innichen die erste Jugendgruppe gegründet. Ab dem Jahr 2001 wurde das Einsatzgebiet der Sektion von der Notfallseelsorge, damals noch zur Sektion Bruneck gehörend, abgedeckt; 2003 wurde dann in Innichen ein Team der Notfallseelsorge gegründet.
Ein Meilenstein in der Geschichte der Sektion Innichen war 2008 der Umzug der Sektion in das neu gebaute Zivilschutzzentrum Innichen. Dies war bereits der dritte Umzug in der Vereinsgeschichte.
2007 und 2008 waren nicht nur wegen des Umzugs in den Neubau bewegte Jahre in der Vereinsgeschichte. Interne Konflikte flammten immer wieder auf, die Führungsriege trat zurück, Mitarbeiter verließen den Verein und der kommissarische Leiter Josef Kühebacher hatte zusammen mit einigen engagierten Mitarbeitern alle Hände voll zu tun, um die Wogen zu glätten. Erst gegen Ende 2008 kam mit der neuen Führung langsam auch wieder die Stabilität zurück, die bis heute anhält.
 Im Dezember 2010 wurde dank einiger motivierter Mitarbeiter ein neuer, wichtiger Dienst ins Leben gerufen: Die First Responder decken die Gemeinden Prags und Taisten/ Gsies ab, seit 2013 auch die Gemeinde Welsberg.
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