DE | IT

Die Geschichte der Sektion Ahrntal

Bereits in den 1960er Jahren hatten einige Bewohner von Luttach – Arnold und Ida Oberhollenzer, Otto Stifter und Josef Innerhofer - die Notwendigkeit erkannt, einen Rettungsdienst im Ahrntal ins Leben zu rufen. Bis zu dieser Zeit betrieb nämlich das Krankenhaus Bruneck mit einem einzigen Krankenwagen den Rettungsdienst im Einzugsgebiet.
Wenn man bedenkt, dass der Landesrettungsverein Weißes Kreuz in Bozen erst am 10. August 1965 gegründet wurde, dann versteht es sich von alleine, dass das Unterfangen in der damaligen Zeit gescheitert ist.
 
Wie alles begann
Nach 30 Jahren wurde die Idee für die Errichtung einer Zweigstelle des Weißen Kreuzes im Ahrntal von Karl Innerbichler, dem ehemaligen Feuerwehrkommandanten von Luttach, Dr. Hermann Lunger, dem damaligen Gemeindearzt, und Alfred Bacher, dem damaligen Angestellten der Sektion Bruneck, wieder aufgegriffen. Mit viel Herz und Engagement arbeiteten sie an der konkreten Umsetzung.
Ausschlaggebend für die Errichtung einer Sektion war die lange Anfahrtszeit des Rettungsdienstes aus Bruneck bis ins Ahrntal. Immerhin erstreckt sich das Tal über 40 Kilometer bei Berücksichtigung der Seitentäler Mühlwald, Rein in Taufers und Weissenbach sowie der abgeschiedenen Bergortschaften samt der entlegenen Bergbauernhöfen.
Weißes Kreuz Ahrntal - Außensektion von Bruneck
Am 15. Mai 1993 wurde die Außenstelle in Luttach unter der Leitung des damaligen Brunecker Dienstleiters Herbert Winkler feierlich eröffnet. Als Verantwortlicher der Sektion wurde Alfred Bacher eingesetzt.
Bescheiden war anfänglich der Fuhrpark samt Ausstattung: Er bestand in den ersten zwei Wochen nach der Eröffnung aus nur einem Rettungswagen.
Am 16. Mai 1993 nahm die Stelle offiziell mit den zwei Angestellten Alfred Bacher und Walter Brenni und rund 60 freiwilligen Helfern ihren Dienst auf.
Der erste Einsatz ist schon am 16. Mai 1993 eingegangen: Walter Fischer und Walter Brenni waren im Dienst. Der Notruf ging in der Stelle Ahrntal ein und unverzüglich wurde gestartet. „Bei unserer Ankunft am Einsatzort in St. Johann war man über das schnelle Eintreffen höchst verwundert – wussten die Anwesenden doch noch nicht, dass es uns gab und dass wir von Luttach aus kamen“.
Der Dienst des Weißen Kreuzes im Ahrntal war in Kürze derart gefragt, dass zwei Wochen nach der Eröffnung der Außenstelle dank der großzügigen Spenden der Raiffeisenkasse, der Gemeinden und der Bevölkerung das zweite Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt wurde.
Da es damals noch keinen Notarztdienst gab, stellte sich der Gemeindearzt Dr. Hermann Lunger für Notfälle auch außerhalb seiner Dienstzeit zur Verfügung. Nach einem knappen Jahr, im Januar 1994, reichte Alfred Bacher die Kündigung ein und seine Aufgaben wurden von Walter Brenni übernommen, der dann bis Ostern 1994 einziger Angestellter beim Weißen Kreuz im Ahrntal war.
Ab der Sommersaison 1994 wurde Roland Wasserer als hauptamtlicher Mitarbeiter angestellt.
1995 schied Dienstleiter Herbert Winkler aus und wurde durch Walter Brenni ersetzt. Im Frühjahr 1996 gab es im Landesrettungsverein einige Neuerungen und so wurde beschlossen, dass in jeder Sektion ein Sektionsleiter sowie ein Ausschuss gewählt werden müssen. Der erste von den freiwilligen Mitarbeitern gewählte Sektionsleiter war Benito Unterweger. 1996 erhielt die Sektion die ersten Zivildiener: Omar Parimbelli aus Udine und Klaus Wörnhard aus Naturns. Mitte der 1990er Jahre wurde zur Unterstützung der Flugrettung ein Tank mit Flugbenzin in der Sektion Ahrntal bereitgestellt. Der Tank wurde dann aber nach circa einem Jahr wieder entfernt. 1997 wurde dem Rettungsdienst im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr eine neue Garage zur Verfügung gestellt.
Wunsch nach Unabhängigkeit
Der Wunsch nach Unabhängigkeit als Außenstellte wurde 1997 von der Landeszentrale genehmigt.
1997 trat Günther Forer als Angestellter aus dem Verein aus und Roland Burkia wurde zum neuen hauptamtlichen Mitarbeiter neben Walter Brenni. Am 12. Juni 1997 wurde Karl Innerbichler von der Landeszentrale kommissarisch als neuer Sektionsleiter eingesetzt und Franz Widmann zum Vizesektionsleiter ernannt. Anlässlich der ordentlichen Vollversammlung mit Neuwahl des Sektionsausschusses am 25. September 1998 wurde Franz Widmann – seit Ende Juli 1994 freiwilliger Helfer, von 1995 bis 1996 Freiwilligensprecher und von 1997 bis 1998 Vizesektionsleiter – zum Sektionsleiter gewählt. Im Juni 1999 wechselte Walter Brenni nach Bruneck und Norbert Johannes Volgger, welcher schon seit 1997 den Verein als Freiwilliger unterstützte, wurde zum neuen Dienstleiter bestellt.
Ein neues Heim für das Weiße Kreuz
Ein neues Heim für die Sektion Ahrntal war schon seit einigen Jahren ein großer Wunsch und ein angestrebtes Ziel der gesamten Weiß-Kreuz-Mannschaft, da man ja vorher in der Räumlichkeiten bei der FF Luttach untergebracht war. Im Sommer 2003 war es dann endlich soweit – ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: Das Weiße Kreuz konnte nach einer knapp einjährigen Bauzeit endlich aus der Feuerwehrhalle in das neue Heim umziehen.

2004 Gründung der Jugendgruppe
Am 16. September 2004 wurde die Jugendgruppe des Weißen Kreuzes Ahrntal von Andreas Auer als Jugendleiter und Hildegard Gruber, Petra Oberlechner und Bettina Told als Jugendbetreuerinnen ins Leben gerufen.
Sehr geehrter Besucher, unsere Website nutzt technische Cookies und Analysecookies von Erst- und Drittanbietern.
Wenn Sie mit der Navigation fortfahren, akzeptieren Sie die von unserer Website vorgegebenen Cookie-Einstellungen. Sie können die erweiterten Datenschutzbestimmungen einsehen, und die entsprechenden Anweisungen befolgen um die Einstellungen auch später ändern wenn sie hier klicken.