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Die Geschichte der Sektion Ahrntal

Bereits in den 1960er Jahren hatten einige Bewohner von Luttach – Arnold und Ida Oberhollenzer, Otto Stifter und Josef Innerhofer - die Notwendigkeit erkannt, einen Rettungsdienst im Ahrntal ins Leben zu rufen. Bis zu dieser Zeit betrieb nämlich das Krankenhaus Bruneck mit einem einzigen Krankenwagen den Rettungsdienst im Einzugsgebiet.
​Wie alles begann
Nach 30 Jahren wurde die Idee für die Errichtung einer Zweigstelle des Weißen Kreuzes im Ahrntal von Karl Innerbichler, dem ehemaligen Feuerwehrkommandanten von Luttach, Dr. Hermann Lunger, dem damaligen Gemeindearzt, und Alfred Bacher, dem damaligen Angestellten der Sektion Bruneck, wieder aufgegriffen. Mit viel Herz und Engagement arbeiteten sie an der konkreten Umsetzung.

Ausschlaggebend für die Errichtung einer Sektion war die lange Anfahrtszeit des Rettungsdienstes aus Bruneck bis ins Ahrntal. Immerhin erstreckt sich das Tal über 40 Kilometer bei Berücksichtigung der Seitentäler Mühlwald, Rein in Taufers und Weissenbach sowie der abgeschiedenen Bergortschaften samt der entlegenen Bergbauernhöfen.
Außensektion von Bruneck
Am 15. Mai 1993 wurde die Außenstelle in Luttach unter der Leitung des damaligen Brunecker Dienstleiters Herbert Winkler feierlich eröffnet. Als Verantwortlicher der Sektion wurde Alfred Bacher eingesetzt. Bescheiden war anfänglich der Fuhrpark samt Ausstattung: Er bestand in den ersten zwei Wochen nach der Eröffnung aus nur einem Rettungswagen.

Am 16. Mai 1993 nahm die Stelle offiziell mit den zwei Angestellten Alfred Bacher und Walter Brenni und rund 60 freiwilligen Helfern ihren Dienst auf. Der erste Einsatz ist schon am 16. Mai 1993 eingegangen: Walter Fischer und Walter Brenni waren im Dienst. Der Notruf ging in der Stelle Ahrntal ein und unverzüglich wurde gestartet. „Bei unserer Ankunft am Einsatzort in St. Johann war man über das schnelle Eintreffen höchst verwundert – wussten die Anwesenden doch noch nicht, dass es uns gab und dass wir von Luttach aus kamen“.

Der Dienst des Weißen Kreuzes im Ahrntal war in Kürze derart gefragt, dass zwei Wochen nach der Eröffnung der Außenstelle dank der großzügigen Spenden der Raiffeisenkasse, der Gemeinden und der  Bevölkerung das zweite Einsatzfahrzeug in den Dienst gestellt wurde.

Da es damals noch keinen Notarztdienst gab, stellte sich der Gemeindearzt Dr. Hermann Lunger für Notfälle auch außerhalb seiner Dienstzeit zur Verfügung. Im Frühjahr 1996 gab es im Landesrettungsverein einige Neuerungen und so wurde beschlossen, dass in jeder Sektion ein Sektionsleiter sowie ein Ausschuss gewählt werden müssen. Der erste von den freiwilligen Mitarbeitern gewählte Sektionsleiter war Benito Unterweger.

1996 erhielt die Sektion die ersten 2 Zivildiener aus Udine und Naturns. 1997 wurde dem Rettungsdienst im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr eine neue Garage zur Verfügung gestellt.
Wunsch nach Unabhängigkeit
Der Wunsch nach Unabhängigkeit als Außenstellte wurde 1997 von der Landeszentrale genehmigt.

1997 gab es in der Sektion Ahrntal 2 Angestellte und knapp 60 freiwillige Mitglieder. 3 Jahre später wechselte der damalige Dienstleiter Walter Brenni nach Bruneck und seine Funktion übernahm Norbert Johannes Volgger, welcher diese Tätigkeit für 18 Jahre ausübte, 2019 übernahm Manfred Auer als Dienstleiter.
​Ein neues Heim
Ein neues Heim für die Sektion Ahrntal war schon seit einigen Jahren ein großer Wunsch und ein angestrebtes Ziel der gesamten Weiß-Kreuz-Mannschaft, da man ja vorher in der Räumlichkeiten bei der FF Luttach untergebracht war. Im Sommer 2003 war es dann endlich soweit – ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung: Das Weiße Kreuz konnte nach einer knapp einjährigen Bauzeit endlich aus der Feuerwehrhalle in das neue Heim umziehen. Durch den schon bald herrschenden Platzmangel gab es 2008 erste Bestreben, die Stelle zu erweitern, ein Unterfangen, welches 10 Jahre bis zur Umsetzung andauern würde. Nach langen Verhandlungen und Planungen, konnte 2017 mit dem Umbau begonnen werden. Ein Jahr später, im Mai 2018 fand die offizielle Eröffnung und der Einzug in das heutige Sektionsgebäude statt.
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