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Weltherztag: Weißes Kreuz ruft zur Prävention auf
Ein Herz für das eigene Herz: Dieser Gedankte sollte am Weltherztag, dem Samstag, 29. September, aufrütteln und zum Nachdenken anregen. Der Landesrettungsverein sensibilisiert für eine gesunde Lebensweise und eine breite Erste-Hilfe-Ausbildung, die besonders bei kardiologischen Notfällen Leben retten kann.
Freilich ist das Weiße Kreuz in erster Linie dafür zuständig, im Ernstfall auszurücken, um zu helfen und um Leben zu retten, es ruft aber auch zur Prävention auf, in diesem Fall zur Vorbeugung gegen Herzerkrankungen. „80 Prozent der durch Herzinfarkt und Schlaganfall verursachten Todesfälle könnten durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden“, betont der Sanitätsdirektor des Weißen Kreuzes, Dr. Georg Rammlmair, ehemaliger Primar am Krankenhaus Brixen. „Jeder kann dazu beitragen, und zwar durch Änderung seiner Lebensweise, durch mehr Bewegung, d. h. mindestens 7000 Schritte pro Tag, durch richtige mediterrane Ernährung, durch Vermeidung von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum sowie durch Früherkennung und durch eine konsequente Behandlung von Diabetes, arterieller Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen.“
Im Ernstfall sollte jede und jeder die Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen. Hat man einmal die Herz-Lungen-Wiederbelebung erlernt, kann man bei einem Herzkreislaufstillstand mit wenigen Handgriffen ein Leben retten. Je früher Beatmungen und Druckmassagen durchgeführt werden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen Stillstand ohne neurologische Folgeschäden zu überleben. Der größte Fehler im Ernstfall ist, nichts zu tun. Das Weiße Kreuz bietet Kurse zur Ersten Hilfe für Laien an.
Es ist auch darum bemüht, schrittweise im ganzen Land in Zusammenarbeit mit den Gemeinden sogenannte AED-Säulen mit öffentlich zugänglichen halbautomatischen Defibrillatoren zu errichten. Mit diesen Geräten kann einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung gegengesteuert werden. „Derzeit sind 28 aktive Säule im ganzen Land installiert“, sagt Weiß-Kreuz-Präsidentin Barbara Siri. „Es sind aber noch zu wenige, weshalb wir hoffen, dass noch möglichst viele Gemeinden, am besten alle 116, die Initiative ergreifen, um mit uns das AED-Säulennetz auszubauen. Jede Säule verbessert die Südtiroler Rettungskette.“
 
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