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Erster Gast im Wünschewagen
Die Jungfernfahrt des Wünschewagens, des Gemeinschaftsprojekts des Weißen Kreuzes und der Caritas Hospizbewegung, startete am 7. Februar mit seinem ersten Fahrgast, Ordensschwester Maria Christiania Federer.
Die kranke fast 90-Jährige freute sich sichtlich, dass sie ihre Schwester im fernen Lienz noch einmal besuchen konnte. In einem Pkw hätte Maria Christiania die lange Fahrt nicht mehr geschafft, sie sei seit Jahren krank und es gehe ihr entsprechend, manchmal gut und manchmal auch sehr schlecht, bestätigt Mutter Oberin der Barmherzigen Schwestern, Anna Maria Maurberger. Dieses Projekt hat auch einen prominenten Unterstützer: Diözesanbischof Ivo Muser hatte das blau-weiße Fahrzeug feierlich Mitte Dezember in Bozen gesegnet.
Zum Welttag der Kranken am 11. Februar erinnern das Weiße Kreuz und die Caritas Hospizbewegung an die Würde und das Teilhaberecht von schwerkranken Menschen an unserer Gesellschaft.  Mit dem Gemeinschaftsprojekt Wünschewagen möchten sie diesen Menschen diese Teilhabe ermöglichen und den Angehörigen eine Last abnehmen.
Wenn das Leben dem Ende zugeht, entwickeln sich bei vielen Betroffenen oftmals bisher unerfüllte Wünsche. Oft handelt es sich dabei um ein letztes Wiedersehen einer lieben Person, die sich auch nur noch schwer bewegen kann, oder eines Ortes mit besonderen Erinnerungen, ein Spiel der Lieblingsmannschaft. Mit dem Wünschewagen können solche Wünsche erfüllt werden.
Herzenswunsch erfüllt
Schwester Maria Christiana wirkt fast fröhlich, wenn sie morgens, bei Mutter Oberin eingehakt zum Wagen schreitet. Seít sechs Jahren hat sie ihre Schwester Resi nicht mehr gesehen. In drei Wochen feiert Maria ihren 90. Geburtstag. „Dieses gute und schöne Projekt ermöglicht das, das ist wunderbar“, Mutter Oberin wird das noch mehrmals am Tag wiederholen, so glücklich ist sie, ihrer Mitschwester erfüllt zu sehen.
Während das Weißes Kreuz den Wünschewagen und die freiwilligen Fahrer (der erste Fahrer war David Platzgummer) bereitstellt, kümmert sich die Hospizbewegung um das sonstige Organisatorische. Die Kosten decken sie über die Zuwendungen aus den 5-Promille und Spenden. Private und auch Unternehmen können ihren Beitrag leisten und damit helfen, Schwerstkranken einen letzten Wunsch zu erfüllen. Diskretion steht bei diesem Dienst ganz oben auf der Tagesordnung.
Betroffene oder Angehörige, welche den Wünschewagen in Anspruch nehmen möchten, können sich unter Tel.  0471 444 555 oder über die Homepage www.wuenschewagen.it   melden. Die Fahrt ist für den Fahrgast kostenfrei.
Wenn Sie etwas spenden können:
Spendenkonto
Kennwort Wünschewagen
IBAN IT45 D08081 11601 0003010 15893
 
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