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Das Weiße Kreuz fährt nun auch elektrisch

Das erste Elektrofahrzeug des Landesrettungsvereins startete neulich zu seinem ersten Blut- und Medikamententransport. Der Verein setzt damit ein Zeichen und trägt zur umweltfreundlichen Mobilität in Südtirol bei.
„Dies ist unser Beitrag für die nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität und für einen geringeren CO2-Ausstoss. Ein Ziel, das sich unter anderen nicht nur das Land Südtirol, sondern auch die Stadt Bozen gesteckt haben,„ verkündet Direktor Ivo Bonamico stolz. „Wir machen da mit. Auch wenn unser übriger Fuhrpark mit rund 200 Fahrzeugen weiterhin mit konventionellen Treibstoffen fährt, setzen wir hiermit bewusst ein Zeichen.“
Das Modell Nissan e-NV 200, mit der neuen 40-kW-Batterie hat im Stadtverkehr eine Reichweite von rund 230 km. Nachdem dieses Fahrzeug hauptsächlich für Blut- und Medikamententransport im Stadtgebiet Bozen eingesetzt wird, kam für diesen Dienst ein Elektrofahrzeug in Frage. Den Einsatz von E-Fahrzeugen im Rettungsdienst oder Krankentransport schließt Direktor Bonamico vorerst aus: „Wir haben vor wenigen Monaten in Deutschland einen Krankenwagen mit Hybridantrieb begutachtet, allerdings handelt es sich hier um einen Prototyp der noch über keine Serienzulassung verfügt“.
Die Ansprüche an die Fahrzeuge im Rettungsdienst sind hoch und die Reichweite muss rund um die Uhr garantiert sein. Bei nächtlichen Verlegungen zu Schwerpunkt-Krankenhäuser nach Verona oder auch Padua müssen die Autos unmittelbar einsatzbereit sein und weite Strecken zurücklegen. Hinzu kommt die Versorgung der medizinischen Geräte im Innenraum mit Strom sowie die Notwendigkeit mehrere Einsätze am Stück abwickeln zu können.  Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass der Landesrettungsverein weitere Dienstfahrzeuge für logistische Zwecke mit Elektroantrieb ankauft.  
Das auffällige Design des Fahrzeuges wurde von Maximilian Schlee entworfen, der an der Fakultät für Design an der Freien Universität Bozen studiert. Das Weiße Kreuz verfolgt mit der Universität das gemeinsame Projekt „Wahrnehmung von Einsatzfahrzeugen im öffentlichen Raum“ und untersucht dabei Sichtbarkeit, Erscheinung und Innovation von Rettungsfahrzeugen im Einsatz. Geliefert wurde das Fahrzeug von Autocity/Bozen der Barchetti Gruppe, dem langjährigen Partner des Landesrettungsvereins.

 

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