Kürzlich haben die Vertragspartner den Kollektivvertrag für die Beschäftigten des Weißen Kreuzes erneuert. Der neue Kollektivvertrag gilt für den Zeitraum 2026 bis 2028 und betrifft insgesamt rund 570 Mitarbeiter.
Nach mehreren Verhandlungsrunden zwischen Vertretern des Weißen Kreuzes sowie Vertretern der Gewerkschaften CGIL-AGB, ASGB und SGB-CISL konnte in der vergangenen Woche eine Einigung erzielt werden. Kernpunkt der Vereinbarung ist die Erhöhung der Mindestlöhne um insgesamt 170 Euro: 60 Euro ab März 2026 sowie jeweils 55 Euro in den Jahren 2027 und 2028.
Ziel des Abkommens war es, neben einer strukturellen Lohnerhöhung für die gesamte Belegschaft, insbesondere auch erfahrene Mitarbeiter sowie die mittlere Führungsebene durch gezielte Maßnahmen zu berücksichtigen. Dies konnte durch die Einführung einer Erfahrungszulage für langjährige Beschäftigte sowie durch die Erhöhung der monatlichen Funktionszulage für Turnusleiter und Praxisanleiter erreicht werden.
Die Erfahrungszulage wird zukünftig die bisherige Dienstalterszulage ergänzen: Ab dem 14. Dienstjahr besteht Anspruch auf eine monatliche Zulage von 24 Euro, ab dem 16. Dienstjahr steigt diese Zulage auf 56 Euro und ab dem 18. Dienstjahr auf 80 Euro.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand nicht nur der wirtschaftliche Teil, sondern das Gesamtpaket der Leistungen für die Angestellten des Weißes Kreuzes. So wurde unter anderem vereinbart, den ergänzenden Gesundheitsfonds SaniPro zu erhöhen und den zusätzlichen Pensionsfonds weiterzuführen.
Das Weiße Kreuz verfügt seit vielen Jahrzehnten über einen eigenen Kollektivvertrag der ersten Ebene, der in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit den Sozialpartnern erneuert wird. Er umfasst 14 Monatsgehälter sowie eine Leistungsprämie. Durch die kontinuierlichen Anpassungen ist es in den vergangenen Jahren wiederholt gelungen, auf die Inflation zu reagieren und den Mitarbeitern verlässliche Rahmenbedingungen sowie Sicherheit zu bieten.
„Wir sind überzeugt, in einem anspruchsvollen Umfeld ein sehr gutes Ergebnis für die Beschäftigten des Weißen Kreuzes erzielt zu haben“, betonen die Gewerkschaftsvertreter nach Abschluss der Verhandlungen. Auch die Vertreter des Weißen Kreuzes zeigen sich mit der Vereinbarung zufrieden und betonen, dass es gelungen sei, gemeinsam mit den Sozialpartnern eine zukunftsorientierte Anpassung zu erreichen.
Bild (von links): Ivo Bonamico, Andreas Pattis, Markus Trocker (Weißes Kreuz), Andrea Baiardo (Unternehmerverband), Hans J. Dalsass (ASGB), Martin Gianordoli und Josef Gasser (Betriebsräte), Marina Vettori (AGB-CGIL), Thomas Zöggeler (Betriebsrat) und Claudio Hopfgartner (SGBCISL).
01.02.2026
Start frei für das erste vollelektrische Notarzteinsatzfahrzeug des Weißen Kreuzes
Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität im Rettungswesen: Am 1. Februar hat das Weiße Kreuz Südtirols erstes vollelektrisches Notarzteinsatzfahrzeug offiziell in den Dienst gestellt. Es steht rund um die Uhr für Notarzteinsätze in Bozen und den umliegenden Gemeinden zur Verfügung.
In den vergangenen Monaten haben sich die Sanitäterinnen und Sanitäter des Weißen Kreuzes umfassend auf den Umgang mit dem neuen Fahrzeug vorbereitet. Dazu absolvierten sie eigene Schulungen sowie Fahrsicherheitstrainings – ein übliches und bewährtes Vorgehen beim Weißen Kreuz. „Sich mit einem Einsatzfahrzeug vorab vertraut zu machen, ist immens wichtig, damit auch beim Fahren jeder Handgriff sitzt, wenn es im Ernstfall schnell gehen muss“, erklärt Alexander Schmid, Präsident des Landesrettungsvereins.
Beim neuen Notarzteinsatzfahrzeug handelt es sich um einen Volvo EX90, ein vollelektrisches Fahrzeug mit hoher Reichweite, modernster Sicherheitstechnologie und ausreichend Platz für die nötigen notfallmedizinischen Geräte. Umfangreiche Tests bestätigten, dass das Fahrzeug konventionelle Notarzteinsatzfahrzeuge im Alltag vollwertig ersetzen kann – bei gleichzeitig emissionsfreiem Betrieb. „Es ist eine wichtige Etappe auf unserem Weg in Richtung nachhaltiger Mobilität“, betont Ivo Bonamico, Direktor des Landesrettungsvereins, der sich zugleich bei der Südtiroler Volksbank AG bedankt. Diese hat das Projekt von Beginn an finanziell und konzeptionell unterstützt und damit einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung geleistet.
21.01.2026
Mit Vollgas Richtung Olympia – Das Weiße Kreuz steht vor dem größten Sanitätsdienst seiner Geschichte
Die Vorbereitung für die Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz und Cortina d’Ampezzo laufen auf Hochtouren. Für das Weiße Kreuz bedeutet diese Großveranstaltung eine besondere organisatorische, personelle und logistische Herausforderung. In der Geschichte des Vereins hat es noch keinen vergleichbaren Sanitätsdienst in dieser Größenordnung gegeben.
Erfahrung trifft auf neue Herausforderungen
„Wir blicken den Olympischen Winterspielen mit der nötigen Ruhe, aber auch mit größtem Respekt entgegen“ berichtet Alexander Schmid, der Präsident des Weißen Kreuzes. „Wir konnten in den vergangenen Jahren insbesondere im Biathlonzentrum Antholz wertvolle Erfahrungen, auf die wir jetzt zurückgreifen können“. Deutlich komplexer gestaltet sich hingegen der Sanitätsdienst in Cortina, wo mehrere unterschiedliche Wettkämpfe betreut und größere logistische Herausforderungen bewältigt werden müssen.
„Wir sind gut für Olympia gerüstet“ beteuert Direktor Ivo Bonamico. „Wir haben starke Partner an unserer Seite und nicht zuletzt durch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb können wir einen professionellen Ablauf und die bestmögliche Versorgung von Patienten garantieren.“
Großeinsatz an Spitzentagen
An den Wettkampftagen werden insgesamt 53 Sanitäterinnen und Sanitäter des Weißen Kreuzes mit neun Einsatzfahrzeuge gleichzeitig im Dienst stehen. Für die Organisation und Koordination des Personals wurde eigens ein Führungsstab eingerichtet. Zudem steht an den Renntagen ein Einsatzstab vor Ort zur Verfügung, der operative Anliegen regelt und eine schnelle Entscheidungsfindung vor Ort sicherstellt.
Sanitätsdienst bei den Wettkämpfen in Antholz
Im Biathlonzentrum Antholz selbst stehen an Trainingstagen mindestens acht Sanitäter und zwei Rettungsfahrzeuge im Dient. An den Renntagen wird das Team auf 26 Sanitäter und insgesamt vier Fahrzeuge aufgestockt. Auch wird in Niederrasen eine zusätzliche temporäre Rettungswache in Betrieb genommen, die die bestehenden Rettungsstrukturen ergänzt und rund um die Uhr mit einem Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie einem zusätzlichen Krankentransportwagen besetzt ist. Unterstützt wird sie von einem weiteren Fahrzeug, welches 12 Stunden im Einsatz ist und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz abgedeckt wird.
Zivilschutz des Weißen Kreuzes errichtet Wintercamp
Im Auftrag der Agentur für Bevölkerungsschutz errichten die Zivilschützer des Weißen Kreuzes in Antholz dein Basecamp, das während der Spiele als Unterkunft und Versorgungsstation für die Einsatzkräfte dient. Das Wintercamp umfasst 23 Container, ein zusätzliches Zelt sowie eine fixe Struktur. Untergebracht sind darin Schlafplätze für Sanitäter und Mitarbeitende, sanitäre Anlagen sowie eine eigene Verpflegungsstation, welche von den Zivilschützern geleitet wird.
Cortina d’Ampezzo: Anspruchsvolle Einsätze auf internationaler Bühne
In Cortina übernimmt das Weiße Kreuz den kompletten Sanitätsdienst bei der Disziplin Ski Alpin. Zudem unterstützen ausgebildete Sanitäterinnen und Sanitäter Kollegen von ANPAS, dem italienischen Dachverband für Rettungs- und Zivilschutzorganisationen, dem auch das Weiße Kreuz seit Jahren angehört. An Renntagen stehen dort bis zu 25 Sanitäter und fünf Fahrzeuge im Einsatz.
Paralympics: Gleiche Professionalität, gleiche Bedeutung
Unmittelbar im Anschluss folgen die Paralympischen Winterspiele vom 2. bis zum 15. März. Auch hier ist das Weiße Kreuz stark eingebunden: Täglich sind mindestens 18 Sanitäter und drei Fahrzeuge im Einsatz, an Spitzentagen erhöht sich die Zahl auf 25 Sanitäter und vier Fahrzeuge.
Starke Freiwillige, starke Partner, starke Zusammenarbeit
„Ein großer Dank gilt unseren zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die uns mit großem Engagement unterstützen. Ohne ihren Einsatz könnten wir einen Sanitätsdienst in dieser Größenordnung nicht bewältigen“ unterstreicht Schmid die Wichtigkeit des Ehrenamtes. „Die Vorbereitungen erfolgen gemeinsam mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, unseren Partnerorganisationen, dem Landeskoordinierungskomitee sowie dem zentralen OK-Team der Olympischen Spiele”.
15.01.2026
„Gemeinsam aktiv“: Das Weiße Kreuz sucht Freiwillige
Es geht um gemeinsame Zeit, Gesundheit, Bewegung und Lebensfreude: Für sein neues Begleitangebot „Gemeinsam aktiv“ sucht das Weiße Kreuz Freiwillige, welche ältere Menschen begleiten, ihnen Zeit schenken und gemeinsam mit ihnen aktiv bleiben möchten. Interessierte sind herzlich zu einem der Infotreffen in Bozen und Meran eingeladen.
„Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen gewinnen Angebote an Bedeutung, die Zeit, Zuwendung und persönliche Begegnung in den Mittelpunkt stellen. Das hat sich in unseren sozialen Diensten sehr deutlich gezeigt“, erklärt Alexander Schmid, der Präsident des Weißen Kreuzes. Obwohl die Begleitdienste des Weißen Kreuzes vergleichsweise junge Angebote sind, haben sie sich diese bereits fest etabliert – etwa in Krankenhäusern und Notaufnahmen.
Jetzt sollen die Begleitdienste mit „Gemeinsam aktiv“ auf den häuslichen Bereich ausgeweitet werden. Dazu sucht das Weiße Kreuz Freiwillige, welche ältere Menschen zuhause besuchen, aber auch gemeinsam mit ihnen etwas unternehmen und so Abwechslung in ihren Alltag bringen. Dabei entscheiden die Helferinnen und Helfer selbst, ob sie allein oder zu zweit einen oder mehrere Seniorinnen oder Senioren betreuen, oder ob sie die Besuche als Gruppe gemeinsam organisieren.
Derzeit ist der Aufbau von mehreren Gruppen im Großraum von Bozen und Meran geplant. Für Interessierte organisiert das Weiße Kreuz dort jeweils zwei Infotreffen. In Bozen finden sie am 15. Jänner um 15 Uhr und am 28. Jänner um 18 Uhr am Sitz des Landesrettungsvereins in der Lorenz-Böhler-Straße 3 statt, in Meran am 21. Jänner um 15 Uhr und am 3. Februar um 18 Uhr in der Sektion Meran, Goethestraße 54.
Wer sich als Teil einer Gruppe sinnvoll engagieren, oder sich einfach unverbindlich informieren möchte, ist eingeladen an einem der Infoabende teilzunehmen oder sich direkt an die Abteilung Soziale Dienste zu wenden: Tel. 0471 444 777, E-Mail: freiwilligaktiv@wk-cb.bz.it.
13.01.2026
Die passende Aufgabe für alle zwischen 27 und 65 Jahren: Der freiwillige Sozialdienst beim Weißen Kreuz
Helfen kann jeder – unabhängig von Alter oder Lebenssituation. In den vergangenen Jahren haben sich bereits über 200 Menschen bewusst dafür entschieden, den Sozialdienst beim Weißen Kreuz anzutreten. Sie stehen mitten im Leben und bringen ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihre Menschlichkeit in den Dienst von kranken und hilfsbedürftigen Menschen ein. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft – und erhalten dafür eine angemessene Vergütung.
Aktuell sucht das Weiße Kreuz Freiwillige im Alter zwischen 29 und 65 Jahren, die ihre Kenntnisse und Erfahrungen in den Dienst von kranken und beeinträchtigten Menschen stellen möchten. Interessierte können sich bis zum 31. Jänner 2026 über die Webseite des Vereins anmelden.
Der Sozialdienst kann für einen Zeitraum von 8 bis 32 Monaten landesweit in einer der 32 Sektionen oder in der Verwaltung in Bozen absolviert werden. In den Sektionen sind die Sozialdiener vor allem im Krankentransport tätig. Dort begleiten sie Patienten, die zu Therapien oder Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus müssen und unterstützen sie mit einfachen Hilfestellungen. Um bestmöglich auf ihre Tätigkeit vorbereitet zu sein, erhalten sie eine gezielte und anerkannte Ausbildung.
Für ihren Einsatz erhalten die Sozialdienstleistenden monatlich eine Vergütung entsprechend ihrer Arbeitsstunden. Zudem sind sie haftpflicht- und unfallversichert und profitieren von zahlreichen Zusatzleistungen, darunter die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol, kostenlose Gesundheitsdienstleistungen sowie ermäßigten Eintritt zu Landesmuseen und verschiedenen Kulturveranstaltungen.
Sind Sie an einer Tätigkeit als Sozialdienstleistender beim Weißen Kreuz interessiert? Dann melden Sie sich jetzt hier an. Für weitere Informationenstehen Ihnen die Mitarbeiter des Weißen Kreuzes unter der Nummer 0471 444 382 gerne zur Verfügung.