DE | IT

Bodenrettung

Bodenrettung
Dem Weißen Kreuz stehen in allen Südtiroler Sektionen Rettungstransportfahrzeuge zur Verfügung – eines oder auch mehrere, je nach Sektion. Hinzu kommen noch nach den neuesten medizinischen Erkenntnissen ausgestattete Notarztwagen oder Notarzteinsatzfahrzeuge bei den jeweiligen Krankenhäusern bzw. den dazu gehörenden Notarzt-Stützpunkten. Jährlich führt das Weiße Kreuz mehr als 40.000 Rettungs- und Notarzteinsätze durch.

Mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb bzw. dem Land gibt es eine Konvention, mit der geregelt wird, dass das Weiße Kreuz landesweit in den Sektionen zwischen Reschen und Innichen sowie von Sterzing bis Salurn Rettungs- und Notarztfahrzeuge 24 Stunden zur Verfügung stellen muss.

Bei Bedarf bzw. wenn die konventionierten Rettungsmittel im Einsatz stehen, kann die Landesnotrufzentrale im Notfall zusätzliche Mittel über die Einsatzzentrale des Weißen Kreuzes anfordern. Diese sind im Dienst und werden der Zentrale zur Verfügung gestellt. Sollten auch diese Ressourcen nicht zur Verfügung stehen, gibt es  in den meisten Sektionen noch einen Hintergrunddienst zur Alarmierung weiterer Helfer. Diese verlassen im Ernstfall ihren Arbeitsplatz, eilen zum Sektionssitz und führen dann einen Einsatz durch – so wie es die Freiwilligen Feuerwehren handhaben. 
 

Flugrettung

Rettungshubschrauber werden dort eingesetzt, wo dringend ein Notarzt benötigt wird und der Unfallort für bodengebundene Rettungsmittel nicht bzw. schwer erreichbar ist.
Die Flugrettung ist ein integrierter Bestandteil des Rettungssystems und arbeitet im Auftrag der Südtiroler Landesregierung. Den Grundstein für diesen Dienst hat das Weiße Kreuz vor mehr als 30 Jahren gelegt. 1987 trat das Gesetz in Kraft, das die Einrichtung eines Flugrettungsdienstes vorsieht. 1992 wurde die Arbeitsgemeinschaft Flugrettung in Südtirol gegründet, die aus dem Alpenverein Südtirol (AVS), dem Bergrettungsdienst im AVS, dem italienischen Alpenverein, kurz CAI, und der Südtiroler Berg- und Höhlenrettung im CNSAS zusammengesetzt war. Diese Gruppe gibt es nicht mehr bzw. wurde durch den Verein „HELI – Flugrettung Südtirol“ ersetzt (siehe unten).

Die Landesflugrettung verfügt über je einen Pelikan-Hubschrauber in der Flugbasis Bozen und an der Brixner Basis sowie in den Hochsaisonen über den Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites, der in Pontives/Gröden stationiert ist.

Den Einsatz der drei Rettungshubschrauber erfolgt ausschließlich über die Landesnotrufzentrale. Für die Flugeinsätze ist seit 2003 das Ticket (private Zuzahlung für Leistungen der Sanitätsbetriebe) zu bezahlen. Mitglieder des Weißen Kreuzes sind von diesen Gebühren befreit bzw. das Weiße Kreuz übernimmt die Ticketgebühr. Auf den Helikoptern arbeiten Notärzte, Piloten, Krankenpfleger und Rettungssanitäter. Die Pelikan-Hubschrauber sind seit März 2015 Maschinen des Typs Airbus H145.
Der Verein "HELI Flugrettung Südtirol"

Der privatrechtliche Verein „HELI Flugrettung Südtirol – Elisoccorso Alto Adige“ wurde 2010 offiziell aus der Taufe gehoben. Er ist der alleinige Träger der Flugrettung in Südtirol und ersetzt die Arbeitsgemeinschaft Flugrettung  – immer im Auftrag der Südtiroler Landesregierung.

Die Mitglieder von „HELI – Flugrettung Südtirol“ sind das Weiße Kreuz, die Bergrettung im AVS, der Alpenverein Südtirol, die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung des CNSAS und der CAI (Club Alpino Italiano Alto Adige). Die Verwaltung dieses Vereins läuft zur Gänze über das Weiße Kreuz. „HELI“-Präsident ist Georg Rammlmair, Direktor Ivo Bonamico.

Mehr dazu auf der Homepage von Heli.

Pistenrettung

Schnelle und kompetente Hilfe bietet das Weiße Kreuz nicht nur in Stadt und Land, sondern auch auf Skipisten an. Die Retter auf schnellen Brettern verzeichnen Jahr für Jahr einen Anstieg bei den Einsätzen.

Auch in der vergangenen Saison haben wieder eine Reihe von südtiroler Skigebieten auf die Kompetenz und Verlässlichkeit der Pistenretter des Weißen Kreuzes gebaut.Am Kronplatz, auf der Schwemmalm, in Obereggen, am Speikboden, am Klausberg, in carezza sowie in diesem Winter erstmals auch in Reinswald und Gitschberg / Jochtal verzeichneten die Pistenretter des Landesrettungsvereins insgesamt 3.410 Einsätze.

Mit 669 Einsätzen ereigneten sich zwischen 11 und 12 Uhr am meisten Notfälle, gefolgt von 562 Einsätzen zwischen 12 und 13 Uhr. 85 Prozent der Unfälle betrafen Skifahrer, 10 Prozent Snowboardfahrer. Am öftesten mussten die Pistenretter Knieverletzungen (14%) versorgen.
Dabei waren die Retter nicht nur auf der Piste immer zur Stelle, sondern konnten auch bei medizinischen Notfällen schnelle Hilfe leisten. Neben zahlreichen Einsätzen auf Skihütten, konnten am Kronplatz zwei erfolgreiche Reanimationen und am Gitschberg eine erfolgreiche Reanimation verzeichnet werden.

„Erfreulich ist auch die sehr gute Zusammenarbeit mit den einzelnen Liftgesellschaften und den Pistenbetreibern der verschiedenen Skigebiete. Die Verantwortlichen waren mit unserer Arbeit wiederum sehr zufrieden“, erklärt Direktor Ivo Bonamico. Das Weiße Kreuz arbeitete auch in der Wintersaison 2017/18 mit dem Landesnotfalldienst, der Flugrettung Südtirol sowie mit den Pistendiensten von Bergrettung, Carabinieri, Polizei, Finanzwache und Militär eng und vor allem erfolgreich zum Wohle der Patienten zusammen.
Sehr geehrter Besucher, unsere Website nutzt technische Cookies und Analysecookies von Erst- und Drittanbietern.
Wenn Sie mit der Navigation fortfahren, akzeptieren Sie die von unserer Website vorgegebenen Cookie-Einstellungen. Sie können die erweiterten Datenschutzbestimmungen einsehen, und die entsprechenden Anweisungen befolgen um die Einstellungen auch später ändern wenn sie hier klicken.