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Einsatznachsorge
Nicht nur Angehörige und Freunde eines schwer verletzten, kranken oder verstorbenen Menschen brauchen oft psychische Betreuung, sondern auch Einsatzkräfte, die belastende Einsätze hinter sich haben und sie nur schwer verkraften können. Deshalb gibt es im Weißen Kreuz die Einsatznachsorge, die sich primär mit der Nachbearbeitung von belastenden Einsätzen befasst.
Die so genannten Peers, wie die Mitarbeiter der Einsatznachsorge genannt werden, sorgen für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Kollegen. Sie bieten Gespräche an oder begleiten Einsatzkräfte auf Wunsch zu Nachbesprechungen mit den Notfallpsychologen.

Mehr Informationen zum Aufgabenbereich der Einsatznachsorge.

Die Notfallseelsorge

Der Dienst der Notfallseelsorge wurde 1996 in der Sektion Brixen als Pilotprojekt des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz ins Leben gerufen.
Die Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes bietet menschliche (fachgerechte) und seelsorgliche (religiöse) Betreuung und Zuwendung jenen Menschen an, die durch Unfall oder Tod Angehöriger unter einer akuten Belastung stehen. Darin leistet die Notfallseelsorge einen ersten und wertvollen Beitrag zur Bewältigung von traumatisierenden Ereignissen vor Ort.
Der Dienst der Notfallseelsorge ist von großer präventiver Bedeutung, weil er der Entwicklung posttraumatischer Belastungsstörungen vorbeugt. Außerdem trägt der Dienst zur Psychohygiene des Einsatzpersonals bei und wirkt somit motivationsfördernd und qualitätssichernd.
Aufgaben
  • Betreuung von Hinterbliebenen nach erfolgloser Wiederbelebung
  • Betreuung von unverletzt Beteiligten bei schweren Verkehrs- und Arbeitsunfällen
  • Interventionen bei Freizeitunfällen und Kindernotfällen (Plötzlicher Kindstod)
  • Betreuung von Angehörigen nach Suizid
  • Betreuung von Einsatzpersonal nach Dienstunfällen
  • Sorge um einen würdigen Umgang mit Toten
  • Überbringen von Todesnachrichten in Zusammenarbeit mit den Behörden und Begleitung der Angehörigen beim Abschiednehmen von Verstorbenen
  • Kontaktaufnahme mit Familien, Freunden und SeelsorgerInnen nach Todesfällen
  • Vermitteln von psychosozialen Hilfen und Diensten
Ziele
  • Unterstützung von Betroffenen bei der Rückkehr zu Normalität und Handlungsfähigkeit
  • Rückbildung der akuten Belastungsreaktion
  • Prävention von posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Verhinderung von pathologischer Trauer
Anforderung:
Der Dienst wird über die Landesnotrufzentrale 112 angefordert von den Einsatzkräften vor Ort (Rettungsdiensten, Feuerwehren, Bergrettungsdiensten, Wasserrettung, Behörden) und Basisärzten.
Heute gibt es Notfallseelsorgegruppen in 10 Sektionen: in Brixen, Bruneck, Innichen, Sterzing, Meran, Schlanders, Unterland, Ritten, Seis und Bozen. Insgesamt sind in Südtirol rund 165 ausgebildete, freiwillige NotfallseelsorgerInnen einsatzbereit.
Brandschutzdienst
Seit 2006 versieht das Weiße Kreuz den Brandschutzdienst auf der Landesfläche des Rettungshubschraubers Pelikan 1 in Bozen.

Dieser Dienst wird ausschließlich von festangestellten Mitarbeitern durchgeführt. Der Brandschutzdienst ist täglich von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Dienst und wird momentan in zwei Schichten pro Tag abgedeckt. Pro Schicht sind zwei Mitarbeiter im Dienst.
Da Bozen das primäre Krankenhaus der Provinz darstellt, landen, neben dem Pelikan 1, welcher im Bozner Hangar untergebracht ist, auch andere Rettungshubschrauber aus Südtirol, aus dem restlichen Italien und dem Ausland. Der Brandschutzdienst ist auch hier immer anwesend.
Die Brandschutzmitarbeiter sind mit sowohl mit einem Funkgerät und als auch mit einem Piepser ausgestattet und werden von der Landesnotrufzentrale vor jedem Start bzw. vor jeder Landung verständigt. Die Mitarbeiter beobachten jede Flugbewegung und sind für den Notfall mit einem Feuerwehrfahrzeug und geeigneter Ausrüstung ausgestattet.
Regelmäßige, unangekündigte Kontrollen von Seiten des Betreibers, aber auch von Seiten der zuständigen staatlichen Behörde ENAC garantieren dem Flugpersonal einen reibungslosen Feuerwehrdienst am Landeplatz.
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